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Meine Online-Fastenkur mit vitalanja zu Hause


 

blog Fastenwoche

Eigentlich fährt man zum Fasten weg. An die Ostsee oder in die Berge, wo man Ruhe und Entspannung finden kann. Denn man fastet eigentlich auch vom Alltag, vom Stress, vom Lärm. Man soll zur Ruhe kommen und sich auf sich besinnen.

Nun ist dies nicht für jeden so einfach. Mit 3 Kindern habe ich nicht die Möglichkeit eine Woche zusätzlich im Jahr zu verreisen. Eine Woche ist maximal für eine Inforeise im Reisebüro eingeplant. Aber zusätzlich habe ich leider keinen Spielraum.

Somit hatte ich mich für ein Fasten zu Hause angemeldet, bei welchem man von „vitalanja“ tagsüber betreut wird. Man hat gemeinsame Nordic Walking Einheiten, Yoga und Vorträge. Man verbringt quasi einige Stunden des Tages gemeinsam. Ich fand diese Variante für mich sehr angenehm. Die Kinder sind in der Schule oder in der Kita und ich kann tagsüber mein Programm absolvieren, kann mich mittags hinlegen und arbeiten aus dem Homeoffice. So mein Gedanke! Mit diesem Gedanken habe ich mich zum Fasten zu Hause angemeldet.

Nun ist Lockdown und auch das war und ist nicht möglich.
„Vitalanja“ hat die Möglichkeit eines Online-Fasten ins Gespräch gebracht und ich habe mich entschieden, es zu versuchen. Obwohl ich gestehen muss, dass ich wirklich Bedenken hatte wegen der Kinder zu Hause und der fehlenden Ruhe. Ich habe 3 Tage nach Ausreden gesucht und mich wirklich schwer getan eine Entscheidung zu treffen. Aber letztlich hat man ja nichts zu verlieren.

Mein Warum zu dieser Fastenkur bzw. die Anmeldung im Januar war die Corona Krise. Ich habe im Jahr 2020 so viel negative Energie aufgenommen, so viel Stress gehabt, so viele Enttäuschungen erlebt und so gekämpft. Ganz zu schweigen von der ungesunden Ernährung, von viel zu viel Schokolade für die Nerven, den täglich Wein am Abend. Ihr wisst wahrscheinlich alle, von was ich rede. Das Jahr 2020 hat viel von jedem abverlangt und es war für niemanden einfach.

Abgesehen davon hatte ich in den letzten Monaten immer wieder Probleme mit den Knien bekommen. Nach langen Wanderungen oder nach einem Lauf hatte ich Knieschmerzen, die sich auch nicht so schnell verziehen wollten.

Ich hatte gelesen, dass gerade bei Gelenkproblemen oder bei Arthrose eine Fastenkur gute Erfolge bringt. Auf youtube kann man außerdem wirklich gute Berichte dazu finden von Fastentherapeuten und von Ärzten. Erst gestern habe ich mir wieder einen Film angesehen über außergewöhnliche Erfolge durch Fasten während einer Chemotherapie. Fasten wird mittlerweile in der Medizin in unterschiedlichen Bereichen angewendet und hat Anerkennung gefunden.

Wir Fasten nach Buchinger. Ich würde jeden auch empfehlen unter Anleitung zu fasten, um gesundheitliche Probleme auszuschließen, um Kopfschmerzen erfolgreich in den Griff zu bekommen und um mit der veränderten Situation zurecht zu kommen. Außerdem wird man immer wieder zur Ruhe ermahnt, was für mich auch sehr wichtig ist.



Nun zu meiner Erfahrung bis zum heutigen Tag,
den Fastentag 3

Gestartet ist mein Fastenprogramm am Freitag mit Entlastungstag 1. Es gab keinen Kaffee, keinen Alkohol und keine Genußmittel mehr. Die Ernährung habe ich auf vegan eingestellt. Morgens gabs Müsli mit Hafermilch und Obst, dazu Tee. Mittags eine Kartoffelsuppe mit Möhren und abends den Rest der Suppe. Dazu immer viel stilles Wasser und Kräutertee. Freitag am Abend habe ich noch Bootcamp Training im Park durchgeführt und mir vorher einen Eiweißriegel nehmen müssen, da ich hier schon paar Probleme mit der Energie hatte. Der Tag war ansonsten easy.

Samstag Entlastungstag 2 startet wieder mit Müsli und Hafermilch und Obst, dazu Tee. Am Vormittag plagten mich schon leichte Kopfschmerzen. Das wird wohl der Kaffee Entzug sein. Im Normalfall trinke ich 2-4 Kaffee am Tag. Nun garkeinen mehr. Zum Mittag gab es Tomatensuppe mit Reise, zwischendurch Obst und am Nachmittag nochmal den Rest der Suppe-das wars nun für eine längere Zeit. Die Kopfschmerzen haben sich über den ganzen Tag gezogen und wurden schlimmer beim Sprechen.

Wir hatten an diesem Nachmittag den ersten Zoomcall zur weiteren Besprechung der Fastenkur. Vorab wurde per Mail schon allerhand Material gesendet sowie eine Einkaufsliste, eine Zubereitungsanleitung der Fastensuppe und des Mittags-Smoothies. Es wurden Tipps und Videos zum Basenbad, zur Körperpflege, Ölziehen, Körperbüsten, zum Einlauf und Glaubern usw. gesendet.

„Vitalanja“ hatte gute Tipps gegen die Kopfschmerzen, die auch bestens funktioniert haben.
Am frühen Abend startet das Fastenprogramm mit Glaubersalz oder Manitol.
Das sind Abführmittel, denn Ziel einer Fastenkur ist es natürlich auch den Darm zur Ruhe zu bringen und einmal zu entgiften. Als Buchempfehlung kann ich Euch hier „Darm mit Charme“ mit auf dem Weg geben.

Nachdem dieser weniger schöne Akt vollbracht war, habe ich ein Basenbad genommen und bin ich mit meinen in heißem Wasser getränkten Basenstrümpfen ins Bett. Ich hatte zu dem Zeitpunkt keine Kopfschmerzen mehr.

Am Sonntag, den Fastentag 1
… bin ich mit dem Fastenfrühstück gestartet. 1 Löffel Honig und einer Tasse Tee. Anschließend war ich 5 km wandern, ganz allein in den Morgenstunden. Das war echt wunderbar. Andre hat die Kinder betreut. Mittags gab es Smoothie in grün und für die Familie habe ich ein Festmahl aus dem Thermomix gezaubert. Das Kochen für die Familie macht mir nichts aus. Im Gegenteil. Es ist mir eine richtige Freude. Der Nachmittag wurde dann doch etwas anstrengender, da Sam nicht geschlafen hat, Andre war zum Langlauf und ich bin mit den Kindern nochmal spazieren gegangen. Hier habe ich dann gemerkt, dass mir Energie fehlt und ich eigentlich Ruhe brauche und eigentlich mit Leberwickel Mittagsschlaf hätte machen sollen. Zwischendurch musste noch die Zeit für den täglichen Einlauf gefunden werden. Aber es war alles noch erträglich und machbar. Ich hoffte einfach auf mehr Ruhe an den Folgetagen.
Zum Vesper darf man sich nochmal einen Löffel Honig gönnen. Dieser Löffel hat mir den Tag gerettet. Ich bin am Abend nach meinem Süppchen und einem Basenbad gleich mit Sam ins Bett und damit war Tag 1 überstanden. Das Hungerproblem hatte ich nur am Nachmittag. Ansonsten war es nicht da.

Am Montag Fastentag 2
… bin ich kurz nach 6 Uhr aufgestanden. Mir war schlecht und schwindelig. Also nochmal kurz hingelegt und Beine hoch, tief durchatmen und erstmal warten. Nach einer Weile wurde es besser. Also bin ich ins Bad geschlichen und habe das „angeordnete“ Morgenritual durchgeführt mit Bürsten, Wechselduschen mit Basen, Ölziehen. Die Anleitungen dazu bekommt man komplett im Kurs zur Verfügung gestellt, ebenso die Hinweise, wo man sich die Dinge besorgt.

Nach dem morgigen Ritual gings mir ein wenig besser, aber ich habe erstmal alles in Frage gestellt und musste mich wirklich zusammenreißen. Es gab nun wieder Honig, Tee und Wasser.
Ich habe etwas im Homeoffice auf dem Sofa gearbeitet und hatte dazu die Basenstrümpfe wieder angezogen. Die helfen sehr bei der Entgiftung. Wahres Wundermittel-nicht sexy, aber sehr wirksam.
Ich hatte noch 2 Stunden Ruhe vor den Kindern. Als die Familie erwachte, war ich komischerweise topfit. Entgiftung hatte so zusagen gewirkt, keine Kopfschmerzen.
Frühstück und Mittag zubereiten für die Familie waren kein Problem. Nach dem Mittag habe ich eine Stunde geruht mit Leberwickel. Schlafen war nicht drin, da ständig ein Kind eine Frage hatte, entweder zu den Hausaufgaben oder zu irgendwelchen anderen „Nichtigkeiten“. Sam hat zum Glück geschlafen.
Am Nachmittag hat Andre die Kinder wieder übernommen und ich konnte 2 Stunden wandern gehen. Das war mein Tageshighlight. Den täglichen Einlauf habe ich auf späten Nachmittag gelegt. Nicht so schön aber unbedingt nötig, um Kopfschmerzen zu vermeiden und die Entgiftung voran zu bringen. Unser täglich Zoom Meeting fand 17 Uhr statt und wir haben uns ausgetauscht, haben Empfehlungen bekommen und paar Anleitungen für Sport. Alles sehr professionell und liebevoll.
Keine Kraft habe ich für solche Dinge wie Geschirrspüler Ein- und Ausräumen, Wäschekörbe tragen, Tisch decken. Das müssen die Kinder machen.

Am Abend bin ich wieder mit Sam ins Bett nach meinem Basenbad. Diesmal bewaffnet mit 2 Wärmflaschen, denn kalte Füße und Hände sind seit heute meine Begleiter.

Ich habe am Tag 2 ganze 2 Liter stilles Wasser getrunken, 4 Tassen Tee, 1 Tasse Gemüsebrühe ohne Salz, 1 Smoothie, 2 Löffel Honig, 2 Löffel Aloe Vera, 1 Teelöffel Leinöl im Smoothie…das wars! Mir geht’s am Abend super.

Fastentag 3
… ist heute gestartet. Ich war schon um 4 Uhr wach aber zu faul aufzustehen. Mein erstes Gefühl: es geht mir richtig gut. Aufgestanden bin ich dann 6 Uhr und es war alles kein Problem. Weder schwindelig und schlecht. Im Bett hatte ich allerdings diesmal gleich paar Kreislauf Übungen durchgeführt wie Beine strecken und Fahrrad fahren in der Luft.

Morgenritual, Fastenfrühstück, Basenstrümpfe an und ab unter die Decke aufs Homeoffice Sofa. Da sitze ich nun und schreibe den Zwischenbericht.

Und für alle die, die noch überlegen: es ist natürlich machbar. Auch mit den Kindern zu Hause kann man Fasten. Aber man braucht definitiv Unterstützung. Ich möchte abends zum Beispiel in Ruhe baden und Andre muss dann den Sam fertig machen fürs Bett, denn dazu fehlt mir die Kraft und Energie. Man muss sich vorher gut absprechen, welche Freiräume man bekommen kann und muss die dann nutzen. Ich freue mich am meisten auf meine Zeit am Morgen, wenn noch alle schlafen und es einfach mal still ist im Haus. Verrückterweise schärfen sich die Sinne bei Fasten und am deutlichsten merkt man dies am Gehör. Alles ist zu laut. Die Augen allerdings verschlechtern sich etwas. Das wird sich nach dem Fasten bessern. Hunger habe ich gar nicht. Nur Appetit und Lust in etwas reinzubeißen!

Wenn Ihr Fragen habt, schreibt mit gerne eine Email:
vital-mit-kaufmann@web.de
wenn Ihr Euch anmelden wollt, zum Online Fasten, sendet mit ebenfalls eine Email.

Weiter geht’s mit dem Bericht, wenn die Fastenkur vorbei ist.

Eure Katja Kaufmann